DATENSCHUTZ
EINGEBAUT.
Die meisten CRMs rüsten Datenschutz nach: ein Consent-Plugin, ein Export-Skript, eine Aufbewahrungseinstellung drei Reiter tief. CMP42 beginnt am anderen Ende. Weniger erheben, jeden Schreibvorgang protokollieren, jedes Objekt auffindbar machen — dann werden DSGVO-Pflichten zu gewöhnlichen Vorgängen.
KEIN PLUGIN.
EINE EIGENSCHAFT.
Art. 25 DSGVO verlangt Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Das lässt sich kaum nachrüsten: Liefert ein CRM zweihundert Felder pro Kontakt aus, lädt jedes davon dazu ein, Daten ohne Zweck zu erheben. Werden Schreibvorgänge nicht zugeordnet, hängt die Rechenschaftspflicht davon ab, dass sich jemand erinnert, wer was geändert hat.
CMP42 ist so gebaut, dass der datenschutzkonforme Weg der Standardweg ist. Das Datenmodell bleibt schlank, bis Sie es erweitern. Der Audit-Trail ist keine Funktion, die man einschaltet — so funktionieren Schreibvorgänge. Und weil jedes Objekt im Graphen adressierbar ist, haben Fragen wie „Was speichern wir über diese Person?“ eine strukturelle Antwort.
WIE DIE ARCHITEKTUR DIE ARBEIT ÜBERNIMMT.
Schlanke Standards
Die Standard-Models decken die CRM-Grundbausteine ab — Kontakt, Unternehmen, Deal, Aufgabe, Aktivität — und nicht mehr. Erweiterungen sind explizit und in Git versioniert. Steht ein Feld nicht in Ihrer Ontologie, steht es nicht am Kontakt. Die Validierung beim Schreiben weist nie deklarierte Felder zurück.
Audit-Trail für jeden Schreibvorgang
Jedes Objekt ist versioniert, und jeder Schreibvorgang hält fest, welcher Mensch oder Agent ihn erzeugt hat. Processes protokollieren jeden Übergang und lassen sich gegen einen früheren Snapshot wiederholen. Sie können zeigen, was geschehen ist — nicht nur behaupten.
Export
Ihre Daten sind typisierte Objekte mit typisierten Kanten, kein proprietärer Datenblock. Steigen Sie aus der Alpha aus, erhalten Sie Ihre Daten in einem Standardformat: JSONL für jeden Record (ein Objekt pro Zeile), JSON für Model-Schemas und Process-Definitionen sowie CSV als Convenience-Ebene für tabellarische Ansichten. Kanten bleiben als IDs erhalten und lassen sich beim Re-Import auflösen.
Löschung
Steigen Sie aus der Alpha aus, werden Ihre Daten an Sie exportiert und innerhalb von 30 Tagen bei uns gelöscht. Weil alle Objekte in einem Graphen liegen statt in fünf Silos, hängt die Löschung nicht davon ab, unverbundene Tools zu durchsuchen.
VERANTWORTLICHER, AUFTRAGSVERARBEITER, IHR MODELL.
Die DSGVO verteilt Verantwortung nach Rollen, nicht danach, wem der Server gehört. In einem CRM sind die Rollen klar, sobald man sie benennt — und mit KI-Agents im Spiel gibt es eine dritte Partei, die ausdrücklich genannt werden sollte.
| Partei | Rolle nach DSGVO | Was das praktisch bedeutet |
|---|---|---|
| Sie als Kunde | Verantwortlicher (Art. 4 Nr. 7) | Sie entscheiden, warum und wie personenbezogene Daten verarbeitet werden: welche Models es gibt, welche Daten hineinkommen, welche Agents und Processes damit arbeiten. Betroffenenanfragen richten sich an Sie. |
| protagx in der Managed-Variante | Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8, Art. 28) | protagx verarbeitet die Daten in Ihrem Auftrag und nach Ihren Weisungen. Den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 erhalten Sie auf Anfrage. |
| Der KI-Modellanbieter, den Sie verbinden | Ihre Wahl, Ihr Vertrag | CMP42 liefert kein eigenes Modell. Verbinden Sie einen Agent, geht der Kontext, den er liest, an den Anbieter, den Sie gewählt haben. Diese Beziehung prüfen und regeln Sie selbst. |
| Self-Hosting | Sie betreiben alles selbst | CMP42 läuft auf Ihrem Postgres und Object Store. Nichts verlässt Ihre Umgebung — für diese Daten besteht also kein Hosting-Verhältnis mit protagx. |
Aktuelle Unterauftragsverarbeiter der Managed-Variante: Hetzner Online GmbH (Hosting, Deutschland), Google Ireland Limited (Google Workspace, Postfach-Betrieb) und Twilio Ireland Limited (SendGrid, transaktionaler Versand). Die vollständige Liste und die AVV-Vorlage — angelehnt an die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (Modul 2) — werden Design Partnern im Onboarding als PDFs übergeben. Änderungen des Unterauftragsverarbeiter-Kreises kündigen wir mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden schriftlich an.
ART. 15–22, BEANTWORTBAR.
Eine Betroffenenanfrage ist eigentlich eine Graphen-Frage: Beginne bei dieser Person und finde alles, was damit verbunden ist. In einem CRM aus Silos heißt das: fünf Tools durchsuchen und hoffen. In CMP42 ist ein Kontakt ein Knoten mit typisierten Kanten zu den Deals, die er verantwortet, den Dokumenten, die er verfasst hat, den Notizen über ihn — jeweils per URI adressierbar und versioniert.
Diese Struktur macht die folgenden Rechte auch für ein kleines Team praktisch umsetzbar.
Die Darstellung unten veranschaulicht die Idee mit den Context-Tools get_context und list_related. Sie ist nicht die finale API; die konkrete Schnittstelle entsteht gemeinsam mit den Design Partnern.
# „Was speichern Sie über Dana R.?“
get_context cmp42://contact/… # die Person
list_related cmp42://contact/…
owns → deal: cmp42://deal/… # "Aspen · Q4-Verlängerung"
authored → doc: cmp42://doc/… # "Verlängerungsplan v3"
about ← note: cmp42://note/… # written_by: agent:claude
versions: jedes Objekt · zugeordnet · exportierbar| Art. 15 | Auskunft | Den Graphen vom Kontakt aus durchlaufen und jedes verbundene Objekt samt Versionen auflisten. |
|---|---|---|
| Art. 16 | Berichtigung | Das Objekt korrigieren; die Versionshistorie zeigt, wer wann was geändert hat. |
| Art. 17 | Löschung | Typisierte Kanten zeigen, was mit der Person verknüpft ist — nichts bleibt in einem vergessenen Silo zurück. |
| Art. 18 | Einschränkung | Processes sind explizit und protokolliert; Sie sehen, welche Läufe die Daten berühren. |
| Art. 20 | Übertragbarkeit | Strukturierte, typisierte Objekte lassen sich sauber exportieren — ohne eine Oberfläche abzugreifen. |
| Art. 21 | Widerspruch | Benannte Processes machen deutlich, welcher Verarbeitung eine Person widersprechen kann. |
| Art. 22 | Automatisierte Entscheidungen | Human-in-the-loop-Freigabe-Hooks stellen einen Menschen vor folgenreiche Schreibvorgänge eines Agents. |
In der Alpha werden Betroffenenanfragen manuell über die Admin-Datentabelle bearbeitet: Filter nach E-Mail-Adresse oder Contact-ID, dann die typisierten Kanten zu jedem zugehörigen Objekt entlanggehen, JSONL-Export erzeugen und mit einem Audit-Trail-Eintrag löschen, der Anforderer und ausführende Person festhält. Ein dediziertes DSR-Tool mit One-Click-Export, signiertem Download-Link und dokumentierter Löschbestätigung folgt zur GA. Bis dahin ist dasselbe Ergebnis erreichbar — nur mit ein paar zusätzlichen Schritten.
WOZU WIR UNS JETZT VERPFLICHTEN.
- AVV auf Anfrage für Design Partner in der Managed-Variante.
- Export beim Ausstieg. Steigen Sie aus der Alpha aus, erhalten Sie Ihre Daten in einem Standardformat.
- Löschung innerhalb von 30 Tagen. Beim Ausstieg werden Ihre Daten innerhalb von 30 Tagen bei uns gelöscht.
- Kein Training mit Ihren Daten. CMP42 trainiert nicht mit Kundendaten.
- Keine Drittanbieter-Analytics, kein Fingerprinting, keine Session Replays im Produkt.
Die oben genannten Rechte sind heute mit den in diesem Abschnitt beschriebenen Werkzeugen beantwortbar. Wo die Antwort in der Alpha noch manuell ist — etwa der personenbezogene Export nach Art. 20 —, folgt die Automatisierung zur GA (dasselbe Muster gilt für die Produkt-Telemetrie, siehe Vertiefung Zero Tracking).
KEINE COOKIES. KEIN BANNER.
Die Website, die Sie gerade lesen, folgt derselben Haltung. Sie setzt keine Cookies, betreibt keine Analytics und lädt keine Drittanbieter-Skripte — es gibt also nichts, in das Sie einwilligen müssten. Personenbezogene Daten erhalten wir nur, wenn Sie sie uns senden: per E-Mail oder über die Design-Partner-Bewerbung.
Zur Datenschutzerklärung → · Wie Zero Tracking durchgesetzt wird →